Tomb Raider

Do 28. / Fr 29. / Sa 30. Juni / So 01. Juli 2001
Fr 06. / Sa 07. / So 08. Juli 2001

20.00 Uhr

deutsch, ab 14 Jahren

Angelina Jolie versucht sich als Lara Croft

Dass aus erfolgreichen Spielfilmen schlechte Videogames gemacht werden, ist keine Seltenheit. Dass erfolgreiche Videospiele in Spielfilme übertragen werden, ist hingegen eine Neuheit. Paramount wagt den Versuch mit der Verfilmung von «Tomb Raider». Ob die Umsetzung vom einen ins andere Genre ohne Qualitätsverluste übersteht, bleibt abzuwarten.

Warum hat es so lange gedauert, bis die Filmindustrie die Verwertbarkeit von Videospielen entdeckt hat? Ein Grund ist sicher der technische Standard der Spiele, der sich in den letzten Jahren rasant entwickelt hat. «Pacman» zu verfilmen wäre wohl keine lukrative Idee gewesen. Eidos Interactive hat aber mit Lara Croft eine Ikone geschaffen: Sie ist nicht nur schöner und intelligenter als Pacman, sondern hatte auch wesentlich abwechslungsreichere Abenteuer zu bestehen. Was erfolgreich ist, wird vermarktet, und so schielte Hollywood schon längere Zeit auf die knackige Abenteurerin. Mit einer vernünftigen Besetzung haperte es aber. Sie ist zweifellos auch eine heikle Angelegenheit: Tausende von Spielern haben ein festes Bild ihrer Heldin, das sie nicht im Kino korrumpiert sehen möchten. Denn Lara ist sowohl gut gebaut als auch tough und cool. Nachdem Demi Moore wohl vor allem wegen der benötigten üppigen Oberweite ins Gespräch kam, hat sich unterdessen das Rennen zugunsten von Angelina Jolie entschieden. Ob sie aber den hohen Ansprüchen der Gamer-Community gerecht werden kann, steht in den Sternen.

Die Mumie kehrt zurück

Fr 22. / Sa 23. / So 24. Juni 2001
20.00 Uhr

deutsch, ab 14 Jahren

Die Mumie kehrt zurück – mit noch mehr Specialeffects, Computeranimation und Action. 70 Millionen Dollar Einnahmen am Startwochenende in den USA! Das bedeutet das beste Resultat der Filmgeschichte für den sandigen Abenteuer- und Horrorspass, Teil 2, der damit «Star Wars – Episode 1» vom Spitzenplatz in dieser Disziplin verdrängt hat.

Rick O’Connell und Evelyn sind seit Teil 1 glücklich verheiratet und haben einen achtjährigen Sohn, der ihre Abenteuerlust und ihre Faszination für antike Kulturen geerbt hat. Und damit sind bereits die besten Voraussetzungen gegeben für ein neues sandiges Horrormärchen der Superlative. Gemeinsam mit Onkel Jonathan ziehen unsere unerschrockenen Kämpen gegen gedungene Mörder, Soldatenmumien und kannibalische Pygmäen-Skelette ins Feld, erleben einen unglaublichen Flug in einem Luftschiff, bekämpfen zwei Bösewichte, die sich ihrerseits wieder gegenseitig bekriegen, und retten die Welt vor dem definitiven Untergang… Eine genauere Zusammenfassung soll an dieser Stelle vermieden werden, da sonst die eindeutigen Schwächen des Drehbuchs zu krass zu Tage treten würden und damit der ganze Spass verdorben wäre.

Gedreht wurde in den Schluchten von Petra in Jordanien, der marokkanischen Sahara und in London, vor allem im und ums Britische Museum, wo der Hohepriester Imhotep wieder aufersteht. Von den DarstellerInnen sind viele wieder mit dabei, die wir aus «The Mummy» bereits kennen: Brendan Fraser spielt den amerikanischen Abenteuerer Rick O’Connell, Rachel Weisz die Archäologin Evelyn, die in der Zwischenzeit Rick geheiratet hat, der Engländer John Hannah ist wieder Jonathan, der mit seinen lockeren Sprüchen die unerträgliche Spannung zwischendurch abbauen hilft, und auch der südafrikanische Schauspieler Arnold Vosloo spielt als Hohepriester Imhotep wieder eine entscheidende Rolle. Neu dazu gestossen ist der erst neunjährige Freddie Boath in der Rolle des Sohnes von Rick und Evelyn, der als eine Art ‘junger Indiana Jones’ sichtlich Spass hat an seiner Rolle. Ebenfalls das erste Mal dabei ist Super-Wrestler Dwayne «The Rock» Johnson, der als ‘aufregendster Mann im Sports-Entertainment’ gilt, und als ‘The Scorpion King’ vor 6000 Jahren vom Gott Anubis verdammt wurde, jetzt aber mit dessen Armeen die Welt bedroht.

The Wedding Planner

Do 14. (Fronleichnam) / So 17. Juni 2001
20.00 Uhr

deutsch, ab 12 Jahren

Von Hochzeiten und anderen Dingen

Maria Fiore (Jennifer Lopez) plant mit der Effizienz eines Militärgenerals Hochzeiten für die Reichen und Schönen von San Francisco, die es sich leisten können dafür zum Beispiel einen Stadtpark zu mieten. Alle Details sind sekundengenau auf einander abgestimmt. Nichts – kein betrunkener Brautvater, kein inkontinenter Pfarrer, keine nervöse Braut – hindert Maria daran, eine perfekte Zeremonie über die Bühne beziehungsweise den Altar zu bringen. Wenn es aber um ihr eigenes Liebesleben geht, ist Maria überzeugt vom Klischee, dass eine effizient und erfolgreich arbeitende Frau kein Glück in der Liebe haben könne.

Bald trifft Maria jedoch den perfekten Single, den Arzt Steve (Matthew McConaughey), der eine ganze Serie von Rettungsmanövern zu bestehen hat. Ob freilaufende Pferde, Schwindelanfälle oder Besäufnisse, Steve ist immer da, um Maria aufzufangen. Doch ist er nicht so perfekt und auch nicht so Single, wie es scheint, sondern der Verlobte von Marias neuester Klientin.

Hannibal

Sa 09. / So 10. Juni 2001
20.00 Uhr

original, ab 16 Jahren

«Hannibal ist kein Monster. Er ist vielmehr die dunkle Seite in uns allen»

HANNIBAL setzt die Geschichte fort, die in DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER ihren Anfang nahm.

Zehn Jahre sind vergangen, seitdem die FBI – Agentin Clarice Starling im Hochsicher-heitstrakt eines Gefängnisses für geistesgestörte Schwerverbrecher mit dem diaboli-schen Genie Dr. Hannibal Lecter jene Begegnung hatte, die sie nicht nur auf die Spur eines perversen Serienmörders brachte, sondern sie auch nahe an ihr eigenes Lebenstrauma heranführte.

Zehn Jahre sind vergangen, seitdem Lecter seine ebenso spektakuläre wie blutige Flucht aus dem Gefängnis gelang. Nun bewegt er sich frei in Europa umher, und die ahnungslose Welt ist Hannibal schutzlos ausgeliefert. Auch in Starlings Gedanken treibt Lecter weiterhin sein Unwesen: Als grauenvolles Raunen von der Nachtseite der Welt sucht seine markerschütternde Stimme sie immer wieder in ihren Träumen heim.

Mason Verger gelang es ebenfalls nicht, Dr. Lecter zu vergessen. Kein Wunder, denn er war dessen sechstes Opfer. Zwar überlebte er die Attacke des Kannibalen, doch blieb er für immer von dieser unheilvollen Begegnung gezeichnet: Vergers Gesicht ist auf abscheuliche Weise entstellt. Als Erbe eines riesigen Familienvermögens setzt er nun sein ganzes Geld wie besessen zu einem einzigen Zweck ein: Lecter endlich dingfest zu machen und sich furchtbar an ihm zu rächen. Verger weiss, dass er Lecter einen unwiderstehlichen Köder präsentieren muss, um ihn aus dem Versteck zu holen: Clarice Starling.

Heidi

Sa 09. / So 10. Juni 2001
15.00 Uhr

deutsch, ab 8 Jahren

Internet, Boygroup und blaue Haare auf der Alp

Nach der Gottfried-Keller-Neuverfilmung «Das Fähnlein der Sieben Aufrechten» kommt mit «Heidi» ein weiterer grosser Schweizer Klassiker in einer modernen Version auf die Kinoleinwände. Internet, Boygroup und Handy sind für das neue Heidi keine Fremdwörter und blau gefärbte Haare bringen etwas Abwechslung in die heile Alpenwelt, aber die Geschichte bleibt in den wichtigsten Punkten der Vorlage treu.

Mit 11 Jahren wird Heidi Vollwaise. Ihre Tante schickt sie auf die Alp zum Grossvater, einem bärenhaften, alten Einsiedler, der sie anfangs nur widerwillig an seinem Leben teilhaben lässt. Doch Heidi lässt nicht locker, bis er sie akzeptiert und lieb gewinnt. Bald muss sie sich aber wieder vom Alpöhi verabschieden, denn sie soll Tante Detes Tochter in Berlin Gesellschaft leisten. Das verwöhnte Einzelkind Klara macht Heidi das Leben schwer. Als sie Klaras Feindseligkeiten nicht mehr aushält, beschliesst sie abzuhauen. Ihr Freund Peter will ihr mit einer spektakulären Aktion via Internet bei der Flucht helfen. Diese misslingt zwar kläglich, doch verschafft sich Heidi dadurch Klaras Respekt.

Proof Of Life

Sa 02. / Pfingst-Mo 04. Juni 2001
20.00 Uhr

deutsch, ab 12 Jahren

Lebenszeichen aus dem Dschungel

Actionkino mit einer Prise Gefühl wird uns in PROOF OF LIFE , dem neuesten Film mit Meg Ryan und Russell Crowe präsentiert. Crowe spielt darin den Kidnapping-Experten Terry Thorne, der von seiner Firma nach Kolumbien geschickt wird, um den entführten amerikanische Ingenieur Peter Bowman (David Morse) zu befreien. Als sich herausstellt, dass Bowmans Firma gar nicht mehr für diesen Fall versichert ist, muss er unverrichteter Dinge abreisen. Bowmans Ehefrau Alice (Meg Ryan) bleibt verzweifelt und auf sich allein gestellt zurück. Nach einigem Zögern willigt Terry jedoch ein, den Entführungsfall auch ohne Einverständnis seines Vorgesetzten zu übernehmen.

Wir lernen Terry Thorne in den ersten fünf Minuten des Films als perfekt organisierten Mann ohne Nerven kennen, der zuerst die russische Armee austrickst, um dann ein Entführungsopfer mit Hilfe eines Helikopters aus den Fängen von tschetschenischen Guerillas zu befreien. Schnitt auf die andere Seite des Erdballs: Nach einem Gala-Abend zugunsten von Peter Bowmans prestigeträchtigem Dammbauprojekt in Kolumbien streiten sich die Eheleute wieder einmal. Alice möchte nach Hause, um endlich ihr eigenes Leben zu verwirklichen. Sie hat sich jahrelang den ehrgeizigen Karriere-Plänen ihres Mannes untergeordnet. Als Peter am nächsten Tag von Guerillas gekidnappt wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Und sie lernt Terry kennen.

Eine vielversprechende Ausgangslage sowohl für Actionfans als auch für romantischere Seelen!

Chocolat

Fr 25. / Sa 26. Mai 2001, 18.30 Uhr (Movie-Dinner)
So 27. Mai 2001, 20.00 Uhr

deutsch, ab 14 Jahren

Im Winter des Jahres 1959 taucht in einer verschlafenen französischen Provinzstadt eine geheimnisvolle Fremde (Juliette Binoche) auf. Vianne, so heisst die junge Frau, eröffnet eine ungewöhnliche Confiserie. Ungewöhnlich ist das verführerische Angebot, noch ungewöhnlicher, ja unheimlich, erscheint jedoch die Fähigkeit der Frau, die versteckten Wünsche und Leidenschaften ihrer Kundschaft wahrzunehmen und über die Schokolade in einen intensiven Dialog mit den Menschen zu treten. Doch erst mit dem Erscheinen des attraktiven jungen Roux (Johnny Depp) kommt Vianne in die Lage, ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte zu erkennen. Als der Adlige Reynoud (Alfred Molina), dem die neuen Tendenzen ein Dorn im Auge sind, Vianne vertreiben will, kommt es zu einer dramatischen Konfrontation zwischen Ewiggestrigen und Menschen, welche die neue Sinnlichkeit als Befreiung empfinden.

Small Time Crooks

Mi 23. / Do 24. Mai 2001 (Auffahrt)
20.00 Uhr

original, ab 14 Jahren

In Miami möchten der freundliche Tellerwäscher Ray (Woody Allen) und seine Frau Frenchy (Tracey Ullman) schon recht gern alt werden, was ein wenig dadurch erschwert wird, dass sie in New Jersey leben und den Sonnenuntergang in der Regel nur vom Dach ihres Hochhauses sehen. Am Horizont jedoch eine neue Zukunft, ein kühner Coup: Mit kriminalistischer Energie gedenkt Ray eine Bank zu überfallen, und zwar nachts, nach Ankunft durch einen selbst gegrabenen Kellertunnel, der durch ein angemietetes Alibi-Geschäft gedeckt werden soll, in dem Frenchy Kekse verkauft. Prima Plan, das finden auch Rays seriöse Kompagnons (Jon Lovitz, Michael Rapaport). Und graben so begeistert los, dass sie prompt in einer Boutique wieder auftauchen. Ihr Glück nur, dass Frenchys Cookie-Laden derweil den Geschmacksnerv von tout New York getroffen hat – und ehe sie es sich versehen, sind die Winklers Besitzer eines Backwarenimperiums. Finanziell befreit und ab nach Miami? Nein, erst mal nach Manhatten auf die Park Avenue, wo Frenchy die High Society an ihre Brust pressen will, was dieser dann doch den Atem raubt. Also engagiert sie mit dem Briten David (Hugh Grant) einen kunstkennenden Gelegenheitsgigolo, der den Winklers ein wenig Bildung und Stil beibringen soll. Doch leider kann Ray überhaupt nichts daran finden, seine Zeit in Museen statt bei Sportereignissen zu verbringen, und während ihm abstrakte Gemälde die Laune verhageln, ziehen auch düstere Schatten über seiner Ehe auf…

Das Fähnlein der sieben Aufrechten

Fr 18. / Sa 19. / So 20. Mai 2001
20.00 Uhr

original, ab 10 Jahren

Moderner Alpenwestern

Snowboarder Fabien Rohrer und Popsängerin Kisha als Liebespaar Karl und Hermine Mitte des 19. Jahrhunderts in einem frischen filmischen Zugang zu einer alten Geschichte von Gottfried Keller: «Das Fähnlein der sieben Aufrechten» ist – als «Alpen-Western» – modernes Unterhaltungskino in Mundart.

Zwei Junge, die sich lieben, sollen nicht zueinander kommen dürfen, weil es die Alten so wollen. Mitte des 19. Jahrhunderts rüsten sich in einem Dort’ im Berner Oberland die Mitglieder eines Handwerker-Schützenvereins («Das Fähnlein der sieben Aufrechten») für ihren Auftritt am Schützenfest in Aarau, derweil die Jungen und die Frauen zu Hause bleiben müssen. Schneider-Sohn Karl (Fabien Rohrer) rebelliert gegen die Macht der Alten, die er durch eine Glanztat am Schützenfest unverhofft vor einer grossen Peinlichkeit rettet. Sein Nebenbuhler, der Grundstückspekulant Ruckstuhl (Erich Vock), hat das Nachsehen, und Karl findet zu seiner wahren Liebe Hermine (Kisha), der Tochter des Dorfkönigs Frymann.

Frei nach Gottfried Kellers Novelle (1861) und auf der Grundlage der Freilichtaufführung durch das Landschaftstheater Ballenberg (1999) versteht sich der neue Schweizer Film «Das Fähnlein der sieben Aufrechten» (Regie: Simon Aeby) als eine Art «Alpen-Western»: Er kommt in Erzähltempo, Bildsprache und im Soundtrack als modernes Unterhaltungskino daher, erzählt aber seine Geschichte im Gewand von gestern. Die Filmaufnahmen entstanden in der natürlichen Kulisse des Freilichtmuseums Ballenberg (Brienz BE) mit zeitgenössischen Kostümen.