{"id":2678,"date":"2019-11-28T12:47:48","date_gmt":"2019-11-28T11:47:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.arth-online.ch\/svp\/?p=2678"},"modified":"2019-12-16T12:51:34","modified_gmt":"2019-12-16T11:51:34","slug":"der-vaterschaftsurlaub-schadet-unserer-wirtschaft-und-damit-unserem-wohlstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arth-online.ch\/svp\/der-vaterschaftsurlaub-schadet-unserer-wirtschaft-und-damit-unserem-wohlstand\/","title":{"rendered":"Der Vaterschaftsurlaub schadet unserer Wirtschaft und damit unserem Wohlstand"},"content":{"rendered":"<p><em>von Tomas Matter, Nationalrat, Meilen<\/em><\/p>\n<p>Leider gibt es nicht nur unter den Linken Staatsaufbl\u00e4her. Das zeigt sich besonders deutlich beim zweiw\u00f6chigen Vaterschaftsurlaub. Manche Konzerne und Firmen haben bezahlte Papi-Ferien als Wettbewerbsvorteil eingef\u00fchrt. Jetzt w\u00e4ren sie froh, wenn ihnen s\u00e4mtliche Arbeitnehmer mit entsprechenden Lohnabz\u00fcgen diese Ausgaben abnehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren wurde es in der Schweizer Wirtschaft zunehmend chic, die jungen M\u00e4nner mit immer umfangreicheren Papi-Urlauben zu k\u00f6dern.  Als ob ein einigermassen vern\u00fcnftiger Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz nach dem Angebot an Vaterschaftsurlaub ausw\u00e4hlen w\u00fcrde. Den Vogel abgeschossen hat diesbez\u00fcglich der Pharmariese Novartis, der den jungen V\u00e4tern neuerdings vierzehn Wochen Urlaub anbietet \u2013 um gleichzeitig anzuk\u00fcndigen, man werde 2000 Stellen streichen. Es geht hier immerhin um den Verlust jeder sechsten Arbeitsstelle, was vor allem die Region Basel hart trifft.<\/p>\n<p>S<strong>teigende Kosten schaden dem Werkplatz Schweiz<\/strong><\/p>\n<p>Norbert Thom, emeritierter Professor f\u00fcr Organisationslehre an der Universit\u00e4t Bern, sagte es richtig: Der Werkplatz Schweiz sei im internationalen Wettbewerb nicht nur durch das hohe Lohnniveau unter Druck, sondern auch durch die st\u00e4ndig steigenden Nebenkosten. In diesem Zusammenhang sagte er w\u00f6rtlich: \u00abDenken Sie nur an das zurzeit sehr aktuelle Thema Vaterschaftsurlaub.\u00bb Dennoch will Novartis den Urlaub f\u00fcr frischgebackene V\u00e4ter weltweit von bislang sechs Tagen auf vierzehn Wochen anheben. Das ist so lange wie das gesetzliche Minimum an Mutterschaftsurlaub, der einer Frau nach der Geburt zur Erholung von den Strapazen zusteht.<\/p>\n<p>So wie die Novartis haben auch andere gr\u00f6ssere und mittlere Betriebe gehandelt und grossz\u00fcgige Vaterschaftsurlaubsmodelle entwickelt. Alle diese Firmen und deren Funktion\u00e4re in den Wirtschaftsverb\u00e4nden sind darum froh, dass das Parlament zwei Wochen Vaterschaftsurlaub und damit eine neue Sozialversicherung einf\u00fchren will. Denn damit tragen s\u00e4mtliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mittels Lohnabz\u00fcgen die H\u00e4lfte der Kosten. Einmal mehr wird die Abgabenquote erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Ein neues Sozialwerk obwohl AHV und IV nicht gesichert sind<br \/>\nZum Gl\u00fcck wurde gegen diese wirtschaftsfeindliche Vorlage das Referendum ergriffen. Es ist ein gutes Zeichen, dass wenigstens einzelne kantonale Gewerbeverb\u00e4nde das Initiativkomitee unterst\u00fctzen. Dennoch ist und bleibt es unverst\u00e4ndlich, dass weder der Arbeitgeberverband noch der Schweizerische Gewerbeverband gegen diese weitere Verteuerung der Arbeit und gegen diese neuerliche Staatsaufbl\u00e4hung auf die Barrikaden gehen. Denn bereits heute macht der Sozialstaat einen vollen Drittel unserer wirtschaftlichen Gesamtproduktion aus. Zudem soll mit dem Vaterschaftsurlaub ein neues Sozialwerk ins Leben gerufen werden, obwohl noch nicht einmal die Finanzierung unserer bestehenden Sozialwerke gesichert ist. Die Invalidenversicherung ist mit sieben Milliarden verschuldet, die AHV schreibt mittlerweile j\u00e4hrlich ein Defizit von \u00fcber einer Milliarde Franken und wird in wenigen Jahren rote Zahlen schreiben.<\/p>\n<p><strong>Wohlstand kommt nicht von nichts<\/strong><\/p>\n<p>Nun geht es beim Papi-Urlaub keineswegs um die Behebung eines schreienden sozialen Unrechts. Jeder junge Vater nimmt bei der Geburt eines Kindes problemlos und mit Freuden ein oder zwei Wochen Ferien. Wir sollten uns gelegentlich wieder daran erinnern, dass unser Wohlstand zuerst erwirtschaftet werden muss, und dass sich die Schweizer Wirtschaft in einem globalen Wettbewerb befindet. Niemand kann ja im Ernst glauben, dass in asiatischen L\u00e4ndern der Vaterschaftsurlaub ein Thema sein k\u00f6nnte. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die USA, wo man in den ersten Jahren nach Antritt einer neuen Stelle h\u00f6chstens eine Woche Ferien beziehen darf. Das sind keine von mir erfundenen Schreckgespenste. Das habe ich als junger Berufsmann in Amerika pers\u00f6nlich erlebt. Und als Vater von vier Kindern auch problemlos \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>Deshalb unterzeichnen Sie noch heute das Referendum gegen diesen teuren und unn\u00f6tigen Vaterschaftsurlaub mit dem alle f\u00fcr die Ferien von einigen wenigen bezahlen m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Quelle: www.svp.ch<\/p>\n<p>&#8212;<br \/>\n<i class=\"fa fa-external-link\" aria-hidden=\"true\"><\/i> <a href=\"https:\/\/lohnabzuege-nein.ch\">Hier unterschreiben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Tomas Matter, Nationalrat, Meilen Leider gibt es nicht nur unter den Linken Staatsaufbl\u00e4her. Das zeigt sich besonders deutlich beim zweiw\u00f6chigen Vaterschaftsurlaub. 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