Geschätzte Mitstreiterinnen und Mitstreiter

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. So dürfen wir die kommende Legislatur nach intensiven eidg. Wahlkämpfen zwei Nationalräte und einen Ständerat – 50% der Schwyzer-Berner Equipe – stellen. Das macht uns stolz und auferlegt uns Verantwortung.

Nun stehen die Gesamterneuerungswahlen für das kantonale Parlament und die Regierung an. Wir steigen hoffungsvoll mit einer attraktiven Liste ins Rennen und wollen vorsichtig optimistisch sein. Auf keinen Fall dürfen wir die Mitbewerber unterschätzen! Als staatstragende Regierungspartei wollen wir uns auch in der kommenden Legislatur für Land und Leute in deren Sinn einsetzen und Eigeninteressen hintenanstellen.

Leider gab es auch unappetitliche Vorfälle, die sich ereigneten. Ich möchte an dieser Stelle allen, die an der ao GV nicht teilnehmen konnten auf diesem Wege versichern, dass wir braunes Gedankengut nicht dulden und nicht haben wollen. Ich verweise für detaillierter Ausführungen auf den Auszug aus meiner an der GV gehaltenen Rede am Ende dieses Schreibens.

Viele fragen sich, was man machen kann / muss, um den Schaden zu minimieren und zu verhindern, dass Solches wieder vorkommt. Ich habe folgenden Aktionsplan zurechtgelegt und werde diesen zeitnah ausführen, Teile davon der Geschäftsleitung unterbreiten:

  • Eine gütliche Einigung mit der SVP Wägital wird so schnell wie möglich angestrebt, die Gespräche sind in Greifweite. In einem Punkt werde ich aber hart bleiben: Es hat keinen Platz für Nazisympathisanten in unseren Reihen!
  • Wir werden unser Kader anlässlich der nächsten Kantonalvorstandssitzung informieren und schulen, besonders wie man präventiv und im schlechteren – nicht erhofften – Fall reaktiv damit umgeht.
  • Wir lassen nicht zu, dass sich die rechtschaffenden 99,8% unserer Basis wegen ein paar Fehlbaren dauernd rechtfertigen oder schämen müssen.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins 2020 und verleihe der Hoffnung Ausdruck, dass wir im Januar zusammen und geeint in die kantonalen Wahlen steigen werden und natürlich, dass wir unsere Ziele erreichen werden.


Euer Präsident und Wahlkampfleiter
Roland Lutz, Einsiedeln

Auszug aus der Ansprache an der ao. GV vom 11.12.2019

«Ich durfte in den letzten Wochen zahlreiche Medienanfragen beantworten, die sich um Verfehlungen Einzelner aus unseren Reihen drehten. Öffentlichkeit und Presse nehmen solche Fälle auf und stellen kritische Fragen, ob wir mit Neonazis oder sonstigem braunen Gedankengut zu tun haben.

Natürlich haben wir das nicht! Einzelne jedoch, die unbedachte Äusserungen machen oder sich nicht zu benehmen wissen, nehmen uns jedoch leider in Sippenhaft. Dann kam noch diese unselige Geschichte mit dem Treffen von Neonazis in Galgenen, die uns Einzelne auch gleich noch andichten wollen. Unsere Lokalmedien hingegen waren jedoch fair und ausgewogen.

Die Nazis waren Sozialisten, gleichzeitig interessanterweise auch Antibolschewisten, sie waren Faschisten, Kriegstreiber, Massenmörder und Antidemokraten, ja Tyrannen. Uns zu unterstellen, dass wir nur einen dieser Werte teilen sollen, schockiert mich. Ein Hitler, der Millionen für seine literarisch angekündigten Krämpfe verrecken liess, ein Himmler, der Millionen vergasen, verhungern und erschiessen liess, ein Speer, der Millionen versklavte oder ein von Schirach, der die Jugend verführte und indoktrinierte. Wer kann solche Verbrecher, ihre Taten oder ihre Ideologien gutheissen?

Und noch ein Hinweis an unsere sozialdemokratischen Freunde, die teilweise nicht müde werden uns eine Nähe zu Solchem zu unterstellen: Sowohl der Kommunist Mao wie auch der Kommunist Stalin haben es doch tatsächlich fertiggebracht noch mehr Menschen verhungern oder verrecken zu lassen oder zu ermorden.

Ich rufe jeden aus unseren Reihen, der dieses braune Gedankengut teilt, dazu auf, unsere SVP zu verlassen. Wir wollen Euch nicht!»

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