Zur Stellungnahme der Rigi-Bahnen-Chefs gegen René Stettler

Der Verwaltungsrat der Rigi Bahnen scheint sich mit grobem Kaliber auf einen ungeliebten Kritiker einzuschiessen. Der Aktionär René Stettler – der übrigens eine ansehnliche Zahl Gleichgesinnter vertritt – wehrt sich seit Langem gegen überbordende Zukunftspläne der Rigi-Bähnler.

Fast 6’400 Personen haben seine zwei Rigi-Petitionen unterzeichnet, welche die Rückkehr zum Qualitätstourismus fordern. Stettler verbittet sich auch den Vorwurf, für keine konstruktive Kritik Hand zu bieten. Dies beweist er seit Jahren immer wieder mit fundierten Argumenten. Aber unter «konstruktiver» und «vernünftiger» Kritik, wie die Rigi-Bähnler sie fordern, verstehen weder er noch seine Mitstreiter, dass die Aktionäre die megalomanen Entwicklungsambitionen des Verwaltungsrats einfach mit Kopfnicken absegnen. Ich frage mich, warum die Rigi-Bahnen-Gewaltigen nicht endlich einsehen, dass die Königin der Berge nicht die privaten Jagdgründe ihrer Bahn ist.

Es wäre endlich an der Zeit, dass die politischen Gemeinden rund um unseren wunderschönen Berg die Bevölkerung in einer konkreten Abstimmung konsultieren würden, mit der Frage «wie viel Rigi» es denn sein darf. Dies mit der Grundüberzeugung, dass die Verfügungshoheit über die Rigi und ihre landschaftlichen Werte den Menschen zustehen, die hier leben. Zur Erinnerung: Diese Bevölkerung ist nicht identisch mit dem Rigi-Bahnen-Aktionariat!

Walter Eigel, Arth, ehemaliger Präsident Schwyzer Heimatschutz (2006–2017)