Ländlerkönig Kasi Geisser

1899

Geboren am 30. Oktober 1899 in Arth (SZ) als ältestes von sieben Kindern einer Bahnarbeiterfamilie, die schon bald nach Goldau umzieht, wo Kasi aufwächst und, angeregt durch seinen Vater, einen Schwyzerörgeler, mit dreizehn Jahren das Klarinettenspiel erlernte.

1915

Eröffnung des Reigens seiner Eigenkompositionen mit der Polka «Auf Oberfelds Höhen».

1916

Eintritt in die Lehre als Glasbläser in der Glühlampenfabrik in Goldau.

1917

Erstes Musikengagement im Gasthaus Hof in Ibach an der Kirchweih.

1922

Beginn einer steilen Karriere als freiberuflicher Musikant in Uri und erste Schallplattenaufnahmen in Berlin.

1926

Auf den Höhepunkt der Laufbahn angelangt, spielt er seine in rascher Folge entstehenden einfallsreichen Tänze – bis zuletzt sollen es über 2000 Stücke sein – in Zürich, Bern, La Chaux-de-Fonds usw. mit der Kapelle Echo vom Gotthard, mit der er abermals zu Schallplattenaufnahmen nach Berlin fährt.

1926

Übersiedlung nach Wollerau, wo er als Eigenverleger seine populären Kompositionen vertreibt, die zuvor im gleichen Jahr für die Schallplatten Polydor in Lausanne eingespielt hat, und wo sich erste. Kontakte zu Sepp Stocker, Heiri Müller usw. ergeben.

1930

Geisser logiert hauptsächlich in Zürich und spielt im «Goldenen Schäflb im Niederdorf und in anderen Betrieben der Stadt.

1934

Mit der Kapelle Echo vom Pilatus unterwegs zu Monatsengagements

1937

Heirat mit Margrit Fuchs aus Schwarzenberg (LU) in der Limmatstadt, seinem fortan ständigen Wohnsitz.

1940

Geburt seines gleichnamigen Sohnes.

1943

Tod durch Speiseröhrenkrebs am 15. Juni in Zürich.

1957

Herausgabe von über 200 bislang ungedruckten Tänzen durch den Verleger Karl Grossmann, Chur.

1982

Erste Monographie über Kasi Geisser und sein Schaffen, von Ernst Roth, erschienen im Verlag Gamma & Cie, 6460 Altdorf.

1987

Tod seiner Witwe, Margrit Geisser.

1991

Tod vom Verleger Karl Grossmann. Übernahme des Kasi Geisser Notenmaterials durch den Verlag Walter Wild.

1993

Gedenkkonzert und Ausstellung zu seinem 50. Todestag im Theater in Arth.