{"id":692,"date":"2005-08-15T19:00:35","date_gmt":"2005-08-15T17:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/cvp.arth-online.ch\/?p=692"},"modified":"2005-08-15T19:00:35","modified_gmt":"2005-08-15T17:00:35","slug":"ausdehnung-der-personenfreizuegigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arth-online.ch\/cvp\/ausdehnung-der-personenfreizuegigkeit\/","title":{"rendered":"Ausdehnung der Personenfreiz\u00fcgigkeit"},"content":{"rendered":"<p><em>Interview mit Landammann Kurt Zibung, Vorsteher des Schwyzer Volkswirtschaftsdepartement <\/em><\/p>\n<p><figure id=\"attachment_695\" aria-describedby=\"caption-attachment-695\" style=\"width: 171px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.arth-online.ch\/cvp\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2005\/08\/20050815_zibung_kurt.jpg\" alt=\"Kurt Zibung\" width=\"171\" height=\"256\" class=\"size-full wp-image-695\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-695\" class=\"wp-caption-text\">Kurt Zibung<\/figcaption><\/figure><strong>Am 25. September stimmt das Schweizer Volk \u00fcber die Ausdehnung der Personenfreiz\u00fcgigkeit auf die neuen zehn EU-Mitglieder ab. F\u00fcr die bisherigen 15 EU-Mitglieder gilt die Personenfreiz\u00fcgigkeit bereits. Die CVP Arth-Oberarth-Goldau wollte vom Vorsteher Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Schwyz, Landammann Kurt Zibung, kurz und b\u00fcndig wissen, was er von der Ausdehnung der Personenfreiz\u00fcgigkeit h\u00e4lt.<\/strong><\/p>\n<h2>Sind Arbeitspl\u00e4tze im Kanton Schwyz gef\u00e4hrdet?<\/h2>\n<p>Sicher wird der Druck auf die Arbeitspl\u00e4tze steigen. Ich glaube aber nicht, dass die Ar-beitspl\u00e4tze gef\u00e4hrdet sind. Im ausgehandelten Abkommen sind zahlreiche Schutzmass-nahmen eingebaut. So verhindern die flankierenden Massnahmen das Lohndumping und bis ins Jahr 2011 gilt der Inl\u00e4ndervorrang. Zudem unterstehen die Aufenthaltsbewilligun-gen f\u00fcr B\u00fcrger der neuen EU-L\u00e4nder speziellen Kontingenten. Die Personenfreiz\u00fcgigkeit gilt grunds\u00e4tzlich nur f\u00fcr Personen mit Arbeitsvertrag.<\/p>\n<h2>Welche Vorteile hat die Annahme der Vorlage?<\/h2>\n<p>Die Schweiz ist ein ausgesprochenes Exportland und ist auf die internationalen M\u00e4rkte angewiesen. Diese gilt es mit den Bilateralen Abkommen zu sichern. Unsere wichtigsten Handelspartner sind in der EU. Dorthin gehen zwei Drittel unserer Exporte. Die Chance des freien Marktzugangs m\u00fcssen wir uns erhalten. Die neuen EU L\u00e4nder stellen zudem mit ihrem derzeitigen Wohlstandsniveau neue Wachstumsm\u00e4rkte dar, die wir f\u00fcr unsere Wirtschaft brauchen. Dadurch sicher wir unsere Arbeitspl\u00e4tze. Mit der Personenfreiz\u00fcgig-keit profitieren auch Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland eine Arbeit suchen. Ebenfalls sicher wir uns die M\u00f6glichkeit, qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte ins Land zu holen.<\/p>\n<h2>Welche Nachteile hat die Annahme der Vorlage?<\/h2>\n<p>F\u00fcr mich \u00fcberwiegen die Vorteile im wirtschaftlichen Bereich bei weitem. Wie oben be-reits erw\u00e4hnt, kann ein gewisser Druck auf die Arbeitspl\u00e4tze und die L\u00f6hne in einigen Branchen entstehen. Der gr\u00f6sste Nachteil w\u00e4re aber, wenn durch eine Ablehnung die EU die anderen Vertr\u00e4ge aufk\u00fcndigt. Dann w\u00e4re der Schaden gross und wir m\u00fcssten mit den Verhandlungen von vorne beginnen. Pers\u00f6nlich bin ich mir nicht sicher, ob wir dann wie-der derart gute Bedingungen bekommen.<\/p>\n<h2>Was passiert, wenn die Vorlage angenommen wird?<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst w\u00fcrde mich das freuen, ist doch f\u00fcr die Zukunft unseres Landes die wirtschaftli-che Anbindung an die EU unbedingt notwendig. Es wird bei uns dann vor allem darum gehen, die flankierenden Massnahmen anzuwenden, sie allenfalls anzupassen und punktu-ell auszubauen. Die Schweizer Wirtschaft aber auch unsere Landwirtschaft wird den ver-besserten Marktzutritt als Chance nutzen, um ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu steigern, und so neue Arbeitspl\u00e4tze schaffen.<\/p>\n<h2>Was passiert, wenn die Vorlage abgelehnt wird?<\/h2>\n<p>Bei Aufl\u00f6sung der bilateralen Abkommen m\u00fcssten unsere Unternehmen gravierende Nachteile in Kauf nehmen. F\u00fcr unsere jungen Leute w\u00e4re es schwierig, in den EU-L\u00e4ndern zu arbeiten und wir k\u00f6nnten ben\u00f6tigte Spezialisten nicht bei uns besch\u00e4ftigen. Der freie Zugang ohne Handelshemmnisse zu den wichtigsten Absatzm\u00e4rkten der EU w\u00e4-re schwieriger. Wir w\u00e4ren als Nation, die stark auf dem \u201eWissen\u201c aufbaut, bei For-schungsprojekten benachteiligt. Zahlreiche Arbeitspl\u00e4tze w\u00e4ren wahrscheinlich gef\u00e4hrdet und diese d\u00fcrfen wir mit einem Nein nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Der Preis ist f\u00fcr mich zu hoch, darum stimme ich \u201eJa<\/p>\n<p>Herzlichen Dank f\u00fcr das Interview.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Landammann Kurt Zibung, Vorsteher des Schwyzer Volkswirtschaftsdepartement Am 25. September stimmt das Schweizer Volk \u00fcber die Ausdehnung der Personenfreiz\u00fcgigkeit auf die neuen zehn EU-Mitglieder ab. F\u00fcr die bisherigen 15 EU-Mitglieder gilt die Personenfreiz\u00fcgigkeit bereits. 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