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Partei |
Hofmatt-Initiative zu eng
Vollversammlung der
Sozialdemokratischen Partei Arth-Goldau
Die Vollversammlung der SP Arth-Goldau diskutierte am
16. Januar 2003 die Abstimmungsvorlagen vom 9. Februar 2003. Während die
Zonenplanänderung Gebiet Schutt einstimmig unterstützt wird, lehnt die
SP die Hofmatt-Initiative von Dr. Ivo Kennel einstimmig ab.
Ja zur
Zonenplanänderung Gebiet Schutt
Nachdem Co-Präsident Stefan Blank ein Dutzend
SP-Mitglieder zur Vollversammlung begrüsst hatte, erläuterte Gemeinderat
Rudolf Frei die Details der Umzonung. Diese steht in Zusammenhang mit
der geplanten pädagogischen Hochschule in Goldau. Auf Wunsch des
Raumplanungsamtes soll hier eine offene Bauzone geschaffen werden,
welche die Nutzung nicht einschränkt. Dies macht Sinn, da der Kanton
Schwyz als Eigentümer der Liegenschaft in Konkurrenz steht mit den
pädagogischen Hochschulen in Luzern und Zug. Möglicherweise muss das
Schulgebäude in zehn Jahren umgenutzt werden. Diese offene Bauzone ist
trotzdem kein Persilschein: In der offenen Bauzone besteht eine
Gestaltungsplan-Pflicht. Dieser Gestaltungsplan hat Rücksicht auf die
umliegenden Zonen zu nehmen und es ist der Bevölkerung möglich dazu
Einsprachen zu machen. - Beim Bau der pädagogischen Hochschule wird das
einheimische Baugewerbe vom Investitionsvolumen von rund 30 Mio. Franken
profitieren. Langfristig betrachtet werden auch attraktive Arbeits- und
Ausbildungsplätze geschaffen. Zudem werden die Aussensportanlagen und
die Turnhalle den Gemeindeschulen und den Sportvereinen zur Verfügung
stehen. Die SP Arth-Goldau beurteilt dieses Bauvorhaben als sehr
vorteilhaft.
Nein zur Einzelinitiative zur Erhaltung der Hofmatt
Die Vollversammlung machte sich den Entscheid zur
Initiative von Dr. Kennel nicht leicht. Bereits am 4. Dezember hatte die
SP eine Vollversammlung im Altersheim Hofmatt abgehalten, verbunden mit
einer Besichtigung des Gebäudes. Die dabei gewonnen Eindrücke waren
sehr wertvoll. Nun ging es um eine Abstimmungs-empfehlung. Sorgfältig
wurden Pro und Kontra abgewogen. Leitend war dabei die Frage, welche
Bedürfnisse die Pensionäre in 7 - 10 Jahren haben werden. Immer mehr
Betagte bleiben so lange wie möglich zu Hause. Der Übertritt erfolgt
immer öfter erst, wenn die Pflegebedürftigkeit dies erfordert. Und
gerade in diesem Bereich genügt die Hofmatt nicht. Es fehlt die
Infrastruktur für die Pflegestufe 4. Die Krankenkassen zahlen darum die
entsprechenden Leistungen nicht und es ist unsicher, wie lange der
Kanton den Betrieb noch bewilligen wird. Der Gemeinderat ist
verantwortlich für die Sicherheit. Ob der Zustand des Gebäudes und vor
allem auch der fehlende Bettenlift den Sicherheits-Anforderungen genügt,
ist fraglich. Die SP ist überzeugt, dass die Renovation und die nötigen
Investitionen nicht «sanft» und somit fast gratis durchgeführt werden
können. Es wäre auch nicht realistisch die nötige Renovation
durchzuführen, ohne die Hofmatt BewohnerInnen für mehrere Monate in
andere Heime umzuplatzieren. Da in der Gemeinde Arth bei den Alters- und
Pflegeheimplätzen eine Überkapazität besteht, wird sich der Kanton
nicht an den Kosten beteiligen. Der Regierungsrat geht davon aus, dass
trotz Schliessung der Hofmatt die Versorgung bis ins Jahr 2020
sichergestellt ist. Die Angst vor einem Bettenmangel ist unbegründet.
Kooperationsverträge garantieren die Versorgung. Bei einer
Unterversorgung infolge Schliessung eines Heims wäre die Gemeinde - mit
finanzieller Unterstützung des Kantons - verpflichtet, sofort zu
handeln. Zudem ist es wenig sinnvoll, wenn sich das Altersheim
Mythenpark und die Hofmatt konkurrieren. Die Gemeinde müsste die
Defizite beider Häuser übernehmen. Sollte die Initiative angenommen
werden, so muss der Gemeinderat ein Projekt ausarbeiten. Es besteht kein
Zweifel, dass der Gemeinde durch die Renovation der Hofmatt jährliche
Mehrausgaben von 600'000 bis 900'000 Franken entstehen würden - das
Haus ist mit gut 30 Betten viel zu klein um selbsttragend zu sein. Dies
würde auch zu einer Anhebung der Pensionskosten auf das Niveau von
Mythenpark und Frohsinn führen.
Alternativen für die
Hofmatt
Da es wenig Sinn macht, für viel Geld die
Überkapazitäten an Alters- und Pflegeheimplätzen in der Gemeinde zu
erhalten, stellt sich die Frage nach Alternativen. Die SP Arth-Goldau
ist davon überzeugt, dass echter Bedarf besteht. Da es im Kanton Schwyz
kaum Angebote für betagte Demenz- oder Alzheimer-PatientInnen gibt,
könnte hier eine Lücke geschlossen werden. Ein Bedürfnisnachweis könnte
das Interesse und die Mitfinanzierung des Kantons bewirken. Die
Initiative von Dr. Kennel ist zu eng und lässt eine solche Umnutzung
nicht zu. Neben der weiteren Möglichkeit für betreutes Wohnen von
Betagten, könnte auch ein Heim für mehrfachbehinderte Kinder
eingerichtet werden. Auch in diesem Bereich setzte der Kanton Schwyz
bisher vor allem auf andere Kantone.
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