| Art(h)eplage
Ganzes Dorf schwelgte im Festtaumel
von Albert Kraft
Erstmals seit langem wieder hat Arth seine bevorzugte Lage am Wasser
ausgenützt: Es fand auf der «Art(h)eplage» ein Wasser-
und Seenachtsfest statt, das buchstäblich Wellen schlug. Das Fazit:
ein grossartiger Erfolg.
Feststimmung pur am Samstag in der Arther Seebucht: Mit «Art(h)eplage»
stieg ein grossartiges Sommerfest mit Gondelfahrten, Wasserballett, Tanzshow
und weiteren Attraktionen bis zum sonntäglichen Ausklang mit WM-Finale
auf Grossleinwand.
Wohl kaum je zuvor hat Arth ein derart grossartiges Sommerfest erlebt
wie an diesem Wochenende. Organisiert vom Verkehrsverein Arth und unter
Mitwirkung verschiedener Dorfvereine, ging in der «Naberi»,
in der Arther Seebucht, ein Fest in Szene, das alles Bisherige an lokalen
Festivitäten in den Schatten stellte. Der beträchtliche Aufwand
hat sich gelohnt, wie sich bereits zu Beginn des Festes mit einer gewaltigen
Nachfrage herausstellte.
Kaum war das Gelände am See für den Festbetrieb freigegeben,
wurde es von Besuchern regelrecht überflutet. «Art(h)eplage»,
das in indirektem Zusammenhang mit der derzeit laufenden Expo.02 stehende
Sommerfest, kam einer Wiedergeburt des 1943 auf der gleichen Anlage stattgefundenen,
von der Musikgesellschaft durchgeführten Quaifestes gleich. Dabei
soll es bleiben, denn eine Wiederholung im nächsten Jahr ist nicht
vorgesehen.
Schwimmende Showtime
Von der «Naberi» bis zum Theater erstreckte sich das von
den Besuchern überflutete Festareal. Mit Kanufahrten, Spielparcours,
Harassenstapeln und weiteren Spielen wurde den kleinen Besuchern ein buntes
Programm geboten. Strassenmusikanten, Drehorgel- und Volksmusik sorgten
für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Auf einem in den See hinaus
erstellten Steg gings um die Meisterschaft im Chriesistein-Spucken.
Showtime war am Abend angesagt. Die grazilen «Büli-Nixen»
begeisterten mit ihrem Wasserballett und auf der Seebühne die Teenie-Mix-Dancers
mit Showeinlagen. Grosser Beliebtheit erfreuten sich die Tages- und Nachtfahrten
mit der eigens aus Venedig an den Zugersee transferierten Gondel. Ein unvorstellbares
Gedränge herrschte an der Bar auf der schwimmenden «Art(h)eplage»,
im Festzelt, in der Disco und in der Festwirtschaft im Freien. Gestern
Sonntag steuerte der Gondoliere aus Venedig sein Boot zum letzten Mal durch
die Arther Seebucht, bevor er mit seiner 700 Kilogramm schweren Gondel
wieder in die Lagunenstadt zurückkehrt. Und bevor Arth ein tolles,
vom Wetter begünstigtes, grossartig verlaufenes Sommerfest zum Abschluss
brachte. |