• Internationaler Rigiberglauf

2012

Über 300 Läufer kämpften sich auf die Rigi

29. Rigi-Berglauf

 

Bei nahezu idealen äusseren Bedingungen kämpften sich gestern über 300 Bergläufer auf die Königin der Berge. Der Rigi-Berglauf war einmal mehr anspruchsvoll und spannend. Es gewann Vorjahressieger Markus Jenne in einer Zeit von 1:06.32.

Von Erhard Gick

 

OK-Rigi-Berglauf

Es sei hart gewesen, aber ein wunderschöner Berglauf. Vorjahressieger Markus Jenne hielt seine Konkurrenz an der Rigi stets auf Distanz und kontrollierte das Rennen auf der ganzen Strecke. Der Deutsche führte das Rennen vom Start weg überlegen an und liess tatsächlich nichts anbrennen. Er siegte in einer Zeit von 1.06.32. «Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich bin gut in den Berg rein gekommen und dann lief es mir ideal. Ein wunderbarer Lauf, aber auch hart, weil man sich nie richtig erholen kann», so der Sieger. Schon beim Dächli, der ersten steilen Passage, hatte sich eine 5er-Gruppe vorne abgesetzt, bei der auch der schnellste Zentralschweizer, der Krienser Martin Lustenberger mitlief. «Ich habe den Rigi-Berglauf als ideale Trainings- und Laufeinheit in Angriff genommen. Für mich ein idealer Rennparcour», sagte der Krienser am Ziel. Er wurde Dritter mit 1:09.47. Schnellster Einheimischer wurde der Oberarther Markus Zurfluh mit einer Zeit von 1:19.46

 

Inauen siegte bei den Frauen

Einem ungefährdeten Sieg lief auch die Luzernerin Fränzi Inauen entgegen. Noch auf der Höhe Dächli lag ein Dreierteam bei den Frauen relativ dicht vorne auf. Dann drehte die Luzernerin auf. «Beim Klösterli haben sie mir zugerufen, ich sei die erste Frau. Ich habe nochmals zurückgeschaut, keine Konkurrentin ausgemacht und wusste, dass ich das Rennen gewinnen konnte», sagte sie am Ziel auf Rigi Kulm. Sie zeigte kaum Abnützungserscheinungen, auf dem Kulm lief sie mit einer Zeit von 1:26.04 relativ locker über die Ziellinie. «Richtig zäh wurde es aber nochmals im Schlussaufstieg von Staffel auf Kulm. Aber ich bin mit meinem Lauf zufrieden.»

 

Schnell unterwegs war auch die beste Schwyzerin, die Küssnachterin Conny Odermatt mit 1:29.29. Beachtlich war die Leistung der seebehinderten Sportlerin Erika Kälin aus Einsiedeln. Sie war die zweitschnellste Schwyzerin mit 1:38.08.

 

Mit Rekordbeteiligung

Zufrieden mit dem Rennen zeigte sich auch OK-Präsident Aldo Rickenbach. Mit weit über 300 Läufer und Läuferinnen liefen so viele Bergläufer und Jugendliche wie noch nie den Berglauf. «Mit den geradezu idealen Laufbedingungen konnten wir tatsächlich einige Läufer zusätzlich mobilisieren. Der Teilnehmerrekord freut mich natürlich.» Aber nicht nur für den Rekord wurde gelobt. Zahlreiche Wettkämpfer äusserten sich zur guten Organisation, vor allem auch zur Verpflegung unterwegs durchwegs positiv. «Solches Lob freut mich natürlich besonders», so Aldo Rickenbach.

 

Hartes Stück Arbeit

Nicht allzu warm und trotzdem gute Bedingungen. Auch unter diesen Voraussetzungen war der diesjährige Lauf tatsächlich ein hartes Stück Laufarbeit, das es zu bewältigen galt. Vom Arther Rathausplatz, wo traditionell der Start des Laufes angesetzt ist, bis hinauf zum Rigi-Kulm sind es nicht nur die 11,3 Kilometer lange Strecke, gegen die man ankämpfen muss. Es sind die Höhenmeter auf relativ kurzer Strecke, von Arth am See auf den Zielpunkt Rigi Kulm von 1380 Höhenmetern, die zu meistern sind. Der Rigi-Berglauf weist die längste Laufstrecke aller Zentralschweizer Bergläufe auf. Punkt 9.45 Uhr wurden die über 300 Läufer und Läuferinnen am Sonntagmorgen auf den beschwerlichen Weg geschickt.

Das Wetter «lief» dieses Jahr eindeutig zu Gunsten der Läuferinnen und Läufer. Am Start schien die Sonne, bei recht angenehmen Temperaturen und das setzte sich bis zum Ziel so fort, obwohl der Himmel zeitweise durch Schleierwolken bedeckt war. Nur die vereinzelten Windböen galt es unterwegs zu berücksichtigen. Unterwegs standen den Läufern mehrere Verpflegungsposten zur Verfügung. Vor allem erfrischende Getränke fanden reissenden Absatz.

 

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