• Internationaler Rigiberglauf

2011

Bericht

Erstmals über 300 Läufer am Rigi Berglauf.

 

Bei nahezu idealen äusseren Bedingungen kämpften sich gestern über 300 Bergläufer auf die Königin der Berge. Der Rigi-Berglauf war einmal mehr anspruchsvoll und spannend. Es siegte Markus Jenne aus Deutschland.

 

Von Erhard Gick

OK-Rigi-Berglauf

 

Es sei hart gewesen, aber ein wunderschöner Berglauf. Das sagte kein Geringerer, als der Sieger des 28. Internationalen Rigi-Berglaufes vom Sonntag. Der Deutsche Markus Jenne führte das Rennen überlegen an und liess nichts anbrennen. Er siegte in einer Zeit von 1.07.44. «Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich bin gut in den Berg rein gekommen und dann lief es mir ideal», so der Sieger. Nach dem Dächli hinauf zum Klösterli sei ihm zwar etwas die Kraft ausgegangen, dann habe er sich aber erholt. «Und so hab ich die letzten Meter nochmals aufgedreht.»

Bester Schwyzer in diesem starken, über 300 Bergläufer und Bergläuferinnen zählenden Teilnehmerfeld war der Rothenthurmer Thomas Schilter. Mit 1.17.48 belegte er den zweiten Rang der Hauptklasse und war damit Laufschnellster Schwyzer. Im Duell um die schnellste Zeit als Einheimischer konnte der Oberarther Markus Zurfluh sich knapp vor dem Goldauer Adrian Bättig über die Ziellinie kämpfen. Ersterer mit der Zeit von 1.20.21, Bättig mit 1.22.20.

 

Isabelle Fehr bei den Frauen

Auch die Siegerin der Frauen zeigte ein beherztes Rennen. Die Goldauerin Isabelle Fehr, normalerweise eine starke OL-Läuferin: «Am Anfang lief es mir noch recht gut, dann hatte ich etwas zu beissen. Hart war vor allem der Aufstieg vom Klösterli zum Staffel und dann natürlich der Schlussaufstieg.» Etwas ungewöhnlich war sicher, dass eine versierte OL-Läuferin an einem Berglauf teilnahm. «Für mich eigentlich nicht. Wenn schon ein Lauf quasi vor meiner Haustür stattfindet und es mein Rennkalender zulässt, dann nehme ich natürlich gerne daran teil», so die Goldauerin. Dass sie sich dann noch als Gesamtsiegerin feiern lassen durfte, freute sie besonders. Sie lief mit ausgezeichneten 1.24.51 über die Ziellinie.

 

Sonne, Nebel und Regen

Zufrieden mit dem Rennen zeigte sich auch OK-Präsident Aldo Rickenbach. «Trotz gleichzeitig stattfindender Schweizermeisterschaft hatten wir eine erfreulich gute Teilnehmerzahl und ein starkes Teilnehmerfeld.» Jetzt wolle das OK in den nächsten Rennen die 400er-Marke anpacken. «Ein ehrgeiziges Ziel, aber für den Rigi-berglauf sollte dies machbar sein», meinte Rickenbach.

 

Hartes Stück Arbeit

Es war tatsächlich ein hartes Stück Laufarbeit, das es zu bewältigen galt. Vom Arther Rathausplatz bis hinauf zum Rigi-Kulm sind es nicht nur die 11,3 Kilometer lange Strecke, gegen die man ankämpfen muss. Hauptsächlich galt es auch von Arth am See auf den Zielpunkt Rigi Kulm 1380 Höhenmeter zu meistern. Der Rigi-Berglauf weist die längste Laufstrecke aller Zentralschweizer Bergläufe auf. Punkt 9.45 Uhr wurden die über 300 Läufer und Läuferinnen auf den beschwerlichen Weg geschickt.

Das Wetter spielte den Läuferinnen und Läufer dieses Jahr für einmal keine Kapriolen vor. Am Start schien die Sonne, bei recht angenehmen Temperaturen und das setzte sich bis zum Ziel so fort. Unterwegs standen den Läufern mehrere Verpflegungsposten zur Verfügung. Vor allem erfrischende Getränke fanden reissenden Absatz.

 

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